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Achtung Betrug: Barkeeper an der Hotelbar

Bild Barkeeper tricksen bei AlkoholDer Barkeeper wird für so manchen Hotelgast zum besten Freund, Familienersatz und Seelenklempner. Gerade für Vielreisende ist die Hotelbar oft der Ort, an dem sie am liebsten entspannen und ihr Herz ausschütten. Doch mancher Barkeeper nutzt die Situation nur zu gerne aus.

So nah am Gast wie der Barkeeper ist im Hotel kaum ein Angestellter. Während der Roomservice von vielen keines Blickes gewürdigt wird, erscheint das Barpersonal als Heilsbringers eines einsamen Abends. Wenn der Alkohol dann fließt, können nur die wenigsten Gäste noch einschätzen, ob der Barkeeper sie vielleicht hinters Licht führen will.

Wer an der Hotelbar einen drauf machen will, sollte dem freundlichen Barkeeper, der die ersehnten Getränke ausschenkt, vielleicht etwas genauer auf die Finger schauen. Denn auch wenn ein Chef de Bar, wie er auch in der Hotellerie genannt wird, seine Inventur machen muss: An einem Arbeitsplatz, wo es nur selten direkte Kollegen gibt, kommt es auch häufig zu Betrügereien.

Die Tricks der Barkeeper im Hotel

So berichten Hotel-Insider davon, dass Barkeeper vielfach die Möglichkeit haben, in die eigene Tasche zu wirtschaften. Besonders einfach geht das, wenn Gäste ihre Rechnung nicht aufs Zimmer schreiben lassen, sondern bar bezahlen. Immerhin 40 Prozent sind das nach Schätzungen von Experten. Wer als Barkeeper das Geld einfach so einsteckt, ohne die Getränke zu bonnieren, braucht lediglich ein bis zwei Gäste am Abend, um sich etwa 50 Euro zu sichern. Die ausgeschenkten Flüssigkeiten kommen dabei in den meisten Fällen nicht direkt aus den Flaschen der Hotelbar, denn das würde ja bei der nächsten Inventur auffallen, sondern werden teils günstig selbst eingekauft und von zu Hause mitgebracht. Je nach Gast werden auch minderwertigere Spirituosen ausgegeben, als bestellt wurde. Nicht jeder Gaumen bemerkt das sogleich und der Barkeeper rechnet dennoch das höherpreisige Getränk beim Gast ab, aber eben nur bei ihm. In die Kasse wird ein günstigeres eingegeben, die Differenz wandert in die eigene Tasche. Mit diesen Tricks können sich Barkeeper, die in vielen Hotels eben auch nicht gerade fürstlich verdienen, ihr Nettogehalt leicht verdoppeln, wenn sie nur dreist genug sind. Verzichten viele Gäste auf einen Beleg und ist der Chef nicht oft zur Kontrolle an der Hotelbar unterwegs, kann eine solche Arbeitsweise mitunter Jahre unentdeckt bleiben.

So werden Sie selbst nicht zum Opfer

Doch was können Sie tun, um der Unterschlagung vorzubeugen und selbst nicht betrogen zu werden? Unser Tipp: Reden Sie mit dem Barkeeper, aber lassen Sie sich nicht alles aufquatschen. Lassen Sie sich ruhig die Flasche zeigen aus der eingeschenkt werden soll und bestehen Sie auf einem Rechnungsbeleg. Auch an der Hotelbar gilt, wie überall, wenn Sie nicht mehr ganz Herr der Lage sind, gehen Sie lieber ins Bett, statt noch ein weiteres Getränk zu bestellen. Fallen Ihnen Unregelmäßigkeiten auf, können Sie sich direkt an den Restaurantleiter oder einen Hotelmanager wenden.

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