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Hotels bieten Alternativen zum Zimmerservice

Bild ZimmerserviceStirbt der Roomservice bald aus? Immer mehr Hotels bieten ihren Gästen Alternativen zum klassischen Zimmerservice, weil dieser einerseits nicht mehr so stark nachgefragt wird und andererseits auch Kosten beschert.

Zimmerservice im Hotel? Für viele Gäste ist dieser gar nicht mehr so interessant, wie es noch vor einigen Jahren war. Sie wollen sich lieber Speisen bestellen, wie sie es auch zu Hause machen würden. Clevere Hoteliers gehen deshalb verstärkt Kooperationen mit Lieferdiensten ein.

Zimmerservice kommt aus der Mode

Eine Pizza vorbei am Concierge schmuggeln oder gleich die Asia-Nudeln aufs Zimmer bestellen? In vielen Hotels immer noch ein Unding, vor allem wenn der Zimmerservice in Konkurrenz dazu steht. Manche Häuser legen deshalb sogar in ihrer Hausordnung fest, dass Gäste sich nichts von fremden Dienstleistern aufs Zimmer mitnehmen dürfen. Doch zeitgemäß ist das im Jahr 2017 wohl nicht mehr. Vielmehr können Hotels bei Reisenden punkten, die sich flexibel in ihren eigenen Angeboten zeigen, sich aber auch gegenüber externen Services öffnen. In speziellen Kooperationen verbinden sich Hotels mit einzelnen Lieferdiensten und haben so nicht nur die Übersicht darüber, wer als Lieferant ihre Lobby betritt und haben selbst dabei keine Personalkosten. Gerade bei kleineren Häusern lässt sich so das Problem leicht lösen, dass die Küche abends geschlossen hat, oder die Personaldecke grundsätzlich dünn ist.

Flexible Alternativen zum Zimmerservice

Selber kochen im HotelSo macht es etwa das Hotelunternehmen Hyatt Centric aus den USA, bei dem die Hotelangestellten die kooperierenden Restaurants und Lieferdienste auswählen. Diese Vorgehensweise stellt nicht nur sicher, dass das Essen auch schmeckt, sondern gibt dem ursprünglich ausgelagerten Service gleich einen persönlichen Touch. Übernachtungsgäste können ihre Bestellung über eine angepasste Webseite aufgeben.
Einen anderen Weg verfolgt Hawthorn Suites by Wyndham, wo gleich ein ganzes Kochprogramm aufgelegt wird. Gästen wird es hier ermöglicht, einfache und schmackhafte Gerichte selbst zuzubereiten. Das Programm namens Homemade@Hawthorn basiert seit 2017 auf einem eigens erstellten E-Kochbuch mit simplen Rezepten. Selbst einkaufen müssen Hotelgäste dabei nicht einmal, die Zutaten können auch direkt vom Supermarkt aufs Zimmer geliefert werden.
Ähnlich funktioniert es bei Residence Inn, das Teil von Marriott International ist. In diesen Hotels werden den Gästen Bestellzettel für den Supermarkt ausgelegt, die gewünschten Lebensmittel von Hotelangestellten eingeholt. Erst am Ende des Hotelaufenthalts erscheint der Service dann auf der Rechnung. Die Zimmer in den Hotel von Residence Inn verfügen über voll ausgestattete Küchen, in denen die Lebensmittel dann zubereitet werden können.

Service wie zu Hause

Bild Speisen im HotelMit diesen neuen Konzepten wenden sich die Hoteliers an Reisende, die ein Urlaubserlebnis suchen, das sich an ihrem eigenem Leben zu Hause orientiert. Nicht umsonst haben 66 Prozent der US-Amerikaner in einer Studie angegeben, dass das Kochen im Hotelzimmer bei ihnen Heimatgefühle aufkommen lässt. Gerade die 20- bis 30-Jährigen legen Wert auf diese Art der Selbstversorgung. Diese Einstellung kommt den Hotels entgegen, denn das Geschäft mit dem Zimmerservice ist alles andere als einträglich und zudem noch eine logistische Herausforderung, so dass das Bestellte oftmals nicht schmeckt. So ist davon auszugehen, dass der Zimmerservice sich mehr und mehr in den Luxusbereich verlagern wird, wo er auch nachgefragt wird.

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