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Hotels als Hobby: Wenn Unternehmer ein Hotel eröffnen

Bild Exklusive Hotels als HobbyBriefmarken sammeln, Golf spielen? Welches Hobby trauen Sie Milliardären zu? Manche wenden sich durchaus spannenderen Freizeitbeschäftigungen zu und investieren stattdessen in Hotels. Dabei sind die Projekte durchaus mehr als reiner Zeitvertreib.

Um neue Hotels oder ganze Landstriche für den Tourismus zu eröffnen, braucht es Geld – viel Geld, Das wusste auch schon Aga Khan, als er Mitte der 1960er Jahre Porto Cervo gründete und damit die Nordküste Sardiniens als Costa Smeralda zu dem Urlaubsziel schlechthin für gut betuchte Urlaubsgäste machte. Andere wohlhabende Unternehmer machen es ihm nach und entscheiden sich für dieses anspruchsvolle Hobby.

Hotels im Paradies der Karibik

Die Traumorte, an denen ihre Visionen in Form von Hotels Realität werden sollen, finden die schwerreichen Neu-Hoteliers meist auf ihren Reisen. So auch Gian Franco Brignone, Erbe einer adeligen Bankiersfamilie aus Norditalien. Vor fast 50 Jahren bereiste er die Küste von Mexiko und verliebte sich in den Bundesstaat Jalisco, in dem Hotels zu dieser Zeit noch Mangelware sind. Für einen Schnäppchenpreis von zwei Millionen US-Dollar kaufte der damals 44-Jährige dort 2400 Hektar Land, zu denen auch 15 Kilometer Küste am Pazifik gehörten. Die idealen Voraussetzungen für ein wahres Urlaubsparadies, wenn man denn als Investor genügend Geld für sein Hobby mitbringt. Heute heißt das Urlaubsresort „Costa Careyes“ und beherbergt viele exklusive Villen, kleinere Häuschen, „casitas“ genannt und Beach-Bungalows. Zum Teil wurden die Unterkünfte ganz nach dem Geschmack ihres Investors direkt in die Felsen gebaut, einige haben einen Pool und alle verfügen sie über ein atemberaubendes Panorama. Wer hier Urlaub machen oder sich gar ein festes Grundstück kaufen will, sollte nicht nur über das nötige Kleingeld verfügen. Um einen Platz im Paradies käuflich zu erwerben, muss man in die Philosophie des exzentrischen Milliardärs passen und die Leidenschaft für sein Hobby teilen. Potenzielle Interessenten sollten zudem eine sehr individuelle Liste von 27 Bedingungen zu erfüllen. Da ist es doch einfacher, sich andere Angebote anzusehen und ein Hotel in Mexiko zu buchen.

#HuracánDora se fue y nos dejo solo el cielo más despejado, ciao ciao #Dora 👋🏼

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Traumhaftes Hotel mit ökologischem Hintergrund

Kennen Sie Puma, den deutschen Sportartikelhersteller? Mit Sicherheit! Wussten Sie auch, dass Puma-Manager Jochen Zeitz nicht nur wichtigster Stratege für das Unternehmen ist, sondern sich auch mit dem Safari-Camp „Segera“ in Kenia einen Lebenstraum als Hobby erfüllt hat? Exklusive Bungalows aus Holz und Villen, die mit Palmenblättern gedeckt sind, Terrassen aus Teakholz, edles Inventar und freistehende Badewannen. So sieht der Luxusurlaub im Camp des deutschen Top-Managers aus. Nicht fehlen dürfen selbstredend die privaten Pools und das Spa, sowie der exzellente Service, der anmerken lässt, welche Erfahrung weitgereiste Unternehmer mit in die Top-Hotellerie bringen. Doch „Segera“ ist nicht nur ein luxuriöses Hobby, das Camp ist auch nachhaltig. Neben der ökologisch-korrekten Bewirtschaftung des Hotels ist es auch der Kontakt zu Natur und Menschen des Landes, der betuchte Urlauber ein Stück weit die Realität näherbringt. Gäste können gemeinsam mit Hirten am Lagerfeuer sitzen, abgelegene Dörfer besuchen, aber auch die Schulen und Umweltprojekte näher kennenlernen, die durch das Camp gefördert werden. Wer nicht die knapp 1200 US-Dollar pro Person und Nacht investieren will, kann sich auch ein günstiges Hotel in Kenia aussuchen.

Modernes Hotel in natürlicher Umgebung

Ganz neu im Reigen der Hotelprojekte schwerreicher Unternehmer ist das Seezeitlodge Hotel & Spa im Saarland. Auf drei Etagen mit viel Glas und futuristischem Design zeichnet sich die Handschrift des Berliner Architekten-Büros GRAFT ab, das sonst eher Projekte mit Stars wie Brad Pitt stemmt. Im Naturpark Saar-Hunsrück gelegen wirkt der moderne Bau zwar einerseits wie ein Klotz, fügt sich aber andererseits durch viele natürliche Materialien und Zurückhaltung in der Gestaltung gut in die Umgebung am Bostalsee ein. Dass ein solches Luxusprojekt eines Hotels in der saarländischen Provinz entsteht, ist der Wagner-Pizza zu verdanken, die man wohl in vielen deutschen Haushalten kennt. Genauer gesagt die Erben des Tiefkühlkost-Imperiums, Anette und Gottfried Hares mit ihrer Familie. Die neuen Hoteliers stammen aus der Region und griffen schnell zu, als sich die Gelegenheit ergab, ein Hotel am beliebten Bostalsee zu bauen und die vorhandenen Angebote so zu erweitern. An die Vergangenheit erinnern trotz aller Moderne einige Stücke aus den Anfängen der Unternehmerfamilie, wie etwa die einsehbare Backstube mit Backofen und einige Originale aus der ehemaligen Bäckerei, die einst Grundlage für das spätere Geschäft mit der Tiefkühlkost war.

Wir stellen fest: Werden Hotels zum Hobby steckt meist mehr Leidenschaft in den Projekten, als an anderen Orten. Für Urlauber lohnen sich die Angebote, die aus dem Hobby entstanden sind, allemal – wenn sie denn das Geld dafür ausgeben wollen.

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