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Unterm Himmelszelt: Null Sterne und einzigartig!

Sterne beoachten in der SchweizHotelsterne machen bei den meisten Gästen so viel Eindruck, dass so mancher Hotelier sich mit ihnen schmückt, ohne dass diese (aktuell) zertifiziert wären. Andere wiederum lassen ihr durchaus sternewürdiges Haus gänzlich unregistriert. Und wieder andere werben damit, dass sie gar keine Sterne haben!

Von fünf bis null Sternen

Die Varianz unter den Hotelangeboten ist groß: Vom Luxushotel mit fünf oder mehr Sternen, in dem alles geboten wird, was das Gästeherz begehrt, bis zu guten Mittelklasse-Hotels mit drei und vier Sternen, die tollen Service und komfortable Zimmer zu guten Preisen bieten. Dann folgen die einfacheren Ein- und Zwei-Sterne-Hotels für Reisende, die es gerne praktisch haben und nicht so viel Geld ausgeben wollen. Schließlich gibt es noch die Hotels und Hostels ohne Sterne, sei es, weil sie ohnehin keine offiziellen Hotelsterne erhalten würden, oder weil sie sich die ständigen Kontrollen und den Papierkram sparen wollen. Während letztere offenbar auch ohne die Werbung durch Sterne ihr Niveau und vor allem ihre Gäste auch so halten, setzt so manch anderer darauf, dass der Gast eben nur einmal und nie wieder kommt – so etwa im schlechtesten Hotel der Welt, dem Hans Brinker Budget Hotel in Amsterdam.

Exklusive null Sterne

Ein ganz anderes Konzept verfolgt dagegen ein Null-Sterne-Hotel in der Schweiz. Wobei, ein Hotel ist das Angebot auch wieder nicht und wer will, kann hier so viel mehr Sterne sehen das „Null Stern“ besteht nur aus einem Doppelbett, das unter freiem Himmel steht. Sozusagen null Sterne bei Sternenhimmel so weit das Auge reicht. Was als Bett in einem Bunker als Idee der Schweizer Konzeptkünstler Frank und Patrik Rilin vom Atelier für Sonderaufgaben schon 2008 für Aufsehen sorgte, wird seit Juli dieses Jahres als Landversion fortgeführt. Das Doppelbett steht jetzt im Bündnerland im Safiental und wird von der dortigen Bevölkerung „betrieben“. Ein eigens gegründeter „Modern Butler Verein“ nimmt die Rolle des Gastgebers ein. Mal ist es ein benachbarter Landwirt, mal eine Mitarbeiterin der Gemeinde, die die Rolle des Butlers einnimmt und den Gästen Kaffee oder regionale Spezialitäten aufs Zimmer, Pardon, auf den Berg bringt. Regnet es, finden Gäste Unterschlupf in einem Stall. Die nächste Toilette ist jedoch zehn Minuten Fußweg entfernt. Da überlegt man es sich doch zweimal, ob man das kuschelige Bett nachts verlässt. Wer bis morgens ausharrt und fleißig Sterne am Himmel zählt, bekommt einen vollen Frühstückskorb am Bett serviert und kann den Tag in herrlicher Schweizer Alpenlandschaft beginnen. Ganz billig ist diese besondere Übernachtung jedoch nicht: Rund 230 Euro kostet das „Null Stern“ unterm Himmelszelt. Und für den Sommer 2016 ist auch schon alles ausgebucht! Da bleibt zu hoffen, dass die Vision der Künstler Wirklichkeit wird und bald schon in allen Schweizer Tälern die einzigartigen Null-Sterne-Betten stehen.

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